{"id":50,"date":"2019-11-05T12:18:09","date_gmt":"2019-11-05T12:18:09","guid":{"rendered":"http:\/\/norwegen.lausitz-event.info\/?page_id=50"},"modified":"2019-11-05T12:18:09","modified_gmt":"2019-11-05T12:18:09","slug":"im-zeichen-des-gmilf-tour-2012","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/norwegen.lausitz-event.info\/index.php\/im-zeichen-des-gmilf-tour-2012\/","title":{"rendered":"Im Zeichen des Gmilf \u2013 Tour 2012"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 23.05.&nbsp;gegen&nbsp;22:00 Uhr startete unsere diesj\u00e4hrige Norwegentour \ngen Hitra, dem norwegischen Fisch-Eldorado schlechthin. Die Mitstreiter \nder Tour 2012 waren Hoffi(\u201eIM M\u00f6we\u201c, alias \u201eDer Verteiler\u201c, alias \n\u201eHaihappen\u201c), Torsten (Stisi, alias \u201eEl Skalpello\u201c), Christian, Bj\u00f6rn \n(\u201eThe Commissioner\u201c), Andy und Maik. In diesem Jahr begaben wir uns mit \nzwei privaten PKW\u2019s und Dachboxen auf den Weg. Hoffi\u2019s Schwager sei an \ndieser Stelle noch einmal ein gro\u00dfer Dank ausgesprochen. So starteten \nwir Richtung Berlin um den kommissionarischen Profiler in Blumberg \n\u201eaufzugabeln\u201c. Auf diesem Weg bemerkten wir in einem Auto bei \nGeschwindigkeiten von \u00fcber 100km\/h ein sehr deutliches Pfeiffger\u00e4usch. \nDank der spanischen Qualit\u00e4tssicherung von Audi konnte dieses Ger\u00e4usch \nin vertretbarer Zeit lokalisiert und beseitigt werden. Nachtr\u00e4glich \nstellte sich als Ursache f\u00fcr dieses Pfeiffger\u00e4usch ein falsch montierter\n Dachtr\u00e4ger heraus. M\u00f6cht nur wissen welcher Deletant da wieder am \nwerkeln war.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen kamen wir auch p\u00fcnktlich am F\u00e4hrhafen in \nFredrikshavn an. Noch einmal schnell beide Auto\u2019s voll getankt bevor es \nins Tank-Paradies Norwegen geht. Die F\u00e4hrfahrt ist schnell erz\u00e4hlt. Die \n\u00dcberfahrt war tags\u00fcber und dauerte gerade mal 8,5h. Also schnell in den \nDuty Free und die Schlaftropfen geholt. Dann noch mal f\u00fcr 4h in die \nSchlafkabine damit der kommende n\u00e4chtliche Ritt durch Norwegen nicht zu \nhart wird.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/angeltours.lausitz-event.info\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/MD000240.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" height=\"225\" width=\"300\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/angeltours.lausitz-event.info\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/MD000240-300x225.jpg?resize=300%2C225\" alt=\"MEDION Digital Camera\" class=\"wp-image-20\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nach dem Verlassen der F\u00e4hre rollten beide Auto\u2019s auf der roten Spur \nzum Zoll. Da standen sie nun die Profiler von CSI \u201eSchluckspecht\u201c. Der \nKollege der gr\u00fcnen Spur erkannte schon 10m gegen den Wind den deutschen \nSchmuggler. Nach einem ge\u00fcbten Blick in Auto und Fahreraugen durften \nzahlreiche Auto\u2019s am Rand Platz nehmen und ihr Hab und Gut zum Besten \ngeben. Als der Z\u00f6llner zu uns kam fragte er in einem s\u00fcffisanten \nEnglisch nach Wein, Bier und sonstigen Spirituosen. Mit der noch leicht \nbenommenen Zunge wollte ich Ihm fast eine Suff-Flatrate nahelegen, so \ndurstig wie mir der Kollege schien. Taktisch clever kam mir dann aber \nein \u201e10 Liter tu matsch\u201c \u00fcber die Lippen. Der wissbegierige Zollbeamte \nschob sogleich die n\u00e4chste Frage nach. \u201eDo you have 20 litre beer.\u201c \nSp\u00e4testens jetzt kam ich mir vor wie bei G\u00fcnter Jauch. Leider hatte ich \nnicht die M\u00f6glichkeit einer Multiple Choice Frage und ich hatte auch \nkeinen Telefon-Joker. Aber dank meiner Mathe-Lehrerin konnte ich unsere 2\n * 5 Liter Freimenge mit der noch zu verzollenden addieren und kam mit \nder vom Ortsvorsteher abgefragten Menge \u00fcberein. Danach noch ein kurzer \nBesuch in seinem Kabuff und wir waren 200 Kronen leichter.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem wir Oslo verlassen hatten, machten wir uns auf den langen \nWeg Richtung Hitra. 590km zeigte uns das Navi bis zum Ziel an. Kurz \nhinter Oslo konnten wir unsere ersten Elche in freier Wildbahn \nbewundern. Unsere Bef\u00fcrchtungen das dieses eine Wahnsinnsstrecke werden \nsollte, erf\u00fcllte sich gl\u00fccklicherweise nicht. Im Gegenteil soviel Natur \npur kann man nur bei 80km\/h betrachten. Auf halber Strecke haben die \nNorweger extra L\u00f6cher in die Stra\u00dfen gehackt, damit der deutsche Tourist\n auch mal auf einen Werkstattbesuch vorbeikommt. Gott sei dank \n\u00fcberstanden wir auch diese Schwierigkeit. Gegen 05:30 Uhr morgens kamen \nwir in Nordbotn an und hielten am kleinen Hafen\/Steg. Noch keine Ahnung \nwie wir die Zeit bis 16:00 Uhr \u00fcberbr\u00fccken sollten, betrieben wir etwas \nAugenpflege. In der Zwischenzeit be\u00e4ugte ich neugierig unser Haus. Der \nVormieter ist also am packen \u2026 Sp\u00e4testens da h\u00e4tte mir auffallen m\u00fcssen \ndas keinerlei Tiefk\u00fchlbeh\u00e4lter ins Auto kamen. Egal, wir hatten \nSeekarten und GPS Ger\u00e4te, was soll da noch schiefgehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir das Haus bezogen hatten, der Vermieter uns in die Boote \neingewiesen hatte, \u00fcbergaben wir ihm mit den Worten \u201eFor a holy night\u201c \neine Flasche Schnaps. Sichtlich ergriffen plauderte er die \u201egeheimsten\u201c \nStellen aus. F\u00fcr mich klang das \u00fcbersetzt so wie \u201eDie gr\u00f6\u00dften Fische, \nh\u00f6rt her, die gr\u00f6\u00dften Fische, werden immer noch im Wasser gefangen.\u201c Ich\n glaube wertvollere Tipps waren da nicht mit dabei. Naja, dann die erste\n Ausfahrt. Ab durch den Knarrlagsund und die erste Stelle angefahren. \nUnser Boot fing K\u00f6hler um K\u00f6hler. Alle so um die 40-45cm gingen wieder \nzur\u00fcck, schlie\u00dflich waren wir N\u00e4he Hitra und unser pers\u00f6nliches \nMindestma\u00df lag bei 60cm. Alle weiteren angefahrenen Stellen brachten \nkeinen, bis m\u00e4\u00dfigen Erfolg. Dann wollte unser Motor nicht mehr. Diese \nSituation scheint sich nun Jahr f\u00fcr Jahr zu wiederholen und entwickelt \nsich langsam zum Running Gag. Unser anderes Boot war in der N\u00e4he und \nkonnte uns deshalb in den sicheren Hafen abschleppen. Noch unterwegs den\n Vermieter angerufen und als wir ankamen stand dieser schon am Steg. Was\n so\u2019ne Flasche Schnaps bei einem Norweger so ausl\u00f6sen kann. Apropos \nSchnaps. So ziemlich nach jeder Mahlzeit, abgesehen vom Fr\u00fchst\u00fcck, kam \nder \u201eVerteiler\u201c. Hoffi wollte wohl die N\u00e4chte ruhig schlafen k\u00f6nnen, \nbevor ein anderer, neuer Klopfer st\u00f6ren konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Samstag brachte auch keine angeltechnische Besserung, aber das \nkonnte unserer Vorfreude auf das bevorstehende Mittagessen nicht tr\u00fcben.\n Auf dem Programm stand das allj\u00e4hrliche Schichtkraut. W\u00e4hrend ein Teil \nden Filmen von Bud Spencer und Terence Hill lauschte, waren Hoffi und \nAndy in der K\u00fcche zu Gange. Kurz vor der Pr\u00e4sentation des Essen\u2019s \nstimmte in selbigem Film eine lateinamerikanische Musik an, was unsere \nM\u00f6we zu einem Salsa Tanz anstie\u00df. Andy, welcher mit dem Essen-Topf \nunmittelbar hinter Hoffi lief, erkannte den Fred Astaire vor ihm nicht. \nDieser schwang, in einem gen Osten gef\u00fchrten Ausfallschritt, jedes Gramm\n und jeden Muskel in diese Bewegung gelegt. Dumm nur das da wo Osten \nwar, auch der Andy mit dem Topf stand. Nun ergoss sich das Schichtkraut \nin einem Rinnsal \u00fcber den Fu\u00dfboden. Nach einem kurzen Disput griff Andy \nzum Abzieher und konnte die grobe Hackmasse vom Fu\u00dfboden beseitigen. Was\n dann kam, h\u00e4tte in keinem schwedischen Porno fehlen d\u00fcrfen. El \nSkalpello k\u00fcmmerte sich um die Feinreinigung des Bodens. Unser El \nSkalpello mit seiner Kleidung verstie\u00df damit gegen gegen s\u00e4mtliche \nAnzugsordnungen von Geb\u00e4udereinigungen und sicher auch gegen das \nnorwegische Sittenrecht.<\/p>\n\n\n\n<p>Sonntag morgen um 02:00 Uhr starteten Andy, Christian und El \nSkalpello eine Ausfahrt in die Mitternachtssonne. In der Erwartung Berge\n von Fisch mit zur\u00fcckzubringen, kamen Sie jedoch in den fr\u00fchen \nMorgenstunden mit magerem Erfolg zur\u00fcck. Das Wetter war gut und nun \nversuchten die Verbliebenen den Tiefseelengs nachzujagen. Die GPS Daten \nvon der DVD eingeklimpert und auf gehts. Doch alles was wir fingen waren\n kleine Haie. Nach einiger Zeit wurde es ein wenig wellig und so \nschraubten sich Wind und Wellen zu einem kleinen Sturm hoch. Manchen \nm\u00f6gen da doch noch Erinnerungen an Kollberg hochkommen, also Schotten \ndicht gemacht und auf Richtung Heimat in der Hoffnung das rettende Ufer \ngesund zu erreichen. Der Angeltag hatte sich damit gr\u00fcndlich erledig.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Dienstag hatten wir dann tiefer im Fjord zwei Plateaus entdeckt, \nwelche unseren Filetbestand von Null auf Zehn Kilo anheben konnte. Na \nwenigstens etwas. Am Mittwoch kam dann der hei\u00df ersehnte Fangtag. Wir \nfuhren bei gutem Wetter nach Svissaflua einem Berg ca. 8km von unserer \nBehausung entfernt. Insgesamt konnten wir an diesem Tag 20kg Filet \neinfahren. Die gr\u00f6\u00dften K\u00f6hler, etwa 8-10 Stck., waren zwischen 70-80cm.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Donnerstag sollte nun unser letzter Fangtag werden. Wieder bei \ngutem Wetter raus nach Svissaflua. Dieses Mal hatten wir nicht so viel \nGl\u00fcck. Andy konnte mit drei guten K\u00f6hlern, darunter auch der gr\u00f6\u00dfte der \ndiesj\u00e4hrigen Fahrt mit 86cm, den Tag retten. Wieder kam Wind auf und wir\n mussten auch diesen Tag und damit unseren diesj\u00e4hrigen Aufenthalt \nbeenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen begaben wir uns auf die R\u00fcckfahrt nach Oslo. Als \nwir Hitra verlie\u00dfen folgte uns ein blauer Bus mit einem Nummernschild \naus dem Spree-Nei\u00dfe Kreis. Gegen 16:45 Uhr trafen wir am F\u00e4hrhafen \np\u00fcnktlich ein. Da wir noch ein wenig Zeit hatten, parkten wir die Auto\u2019s\n auf dem nahen Parkplatz der Stena Line und holten uns Parktickets f\u00fcr \n1h. Nun brachen wir zu einem kleinen Spaziergang entlang des \nHafenbeckens auf. An einem kleinen Imbiss machten wir halt und g\u00f6nnten \nuns jeder noch ein Bier f\u00fcr umgerechnet jeweils 10\u20ac. Damit fertig \nmachten wir uns auf den R\u00fcckweg zu den Auto\u2019s. Dort angekommen und 15 \nMinuten \u00fcber der Parkzeit, hatten die Sicherheitsbediensteten bereits \ndie Tickets f\u00fcr das Sponsoring des bevorstehenden Fr\u00fchlingsfest\u2019s der \nStenaLine ausgeschrieben. Satte 500 Kronen(70\u20ac) Strafe pro Auto. Das gab\n uns den Rest. Nach dem Checkin auf der F\u00e4hre trafen wir wieder auf den \nblauen Bus. Ein \u00e4lterer Herr aus diesem Bus bescheinigte uns die gr\u00f6\u00dften\n Fische gefangen zu haben die er bis dato gesehen hatte. Deren Insel war\n ca. 20km Luftlinie von unserer entfernt. Aber das war uns jetzt auch \negal.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann ging es auf die Disko-F\u00e4hre. Unz\u00e4hlige Jugendliche, teilweise \nschon richtig angeschossen, belagerten bereits die tempor\u00e4r aufgebauten \nBierst\u00e4nde. Die Disko\u2019s befanden sich aufmehreren Decks. Dummerweise \nbefanden wir uns auf dem falschen Deck. El Skalpello enterte zu Beginn \ndas Bellagio der Stena Lina. Im Gegensatz zu George Clooney konnte er \nden \u00f6rtlichen Groupier ganz offiziell dazu bewegen die Kugeln auf die \nrichtigen Farben zu setzen. Am Break-Even-Point verpasste er jedoch den \nAbsprung, weshalb ein Soll\u00fcberschuss auf der Habenseite stand. Auf dem \nDancing Place standen sich nun die \u00dc30 und die \u00dc30+30 Connection \ngegen\u00fcber. W\u00e4hrend zweiteres auf den erhofften Treffer wartete, \nbegn\u00fcgten wir uns mit dem Bier aus&nbsp;unserer Duty Free Bar, der \nKabine.&nbsp;Dann erschien sie und das in&nbsp;ganz wei\u00dfem Kost\u00fcm. Viele \nvermuteten, angesichts der wei\u00dfen&nbsp;Kleidung, dem fortgeschrittenen \nLebensalter und der \u00fcberschw\u00e4nglichen Begr\u00fc\u00dfung&nbsp;unseres S\u00fcdschweden \nChristian, einen R\u00fcckkehrer aus der \u00f6rtlichen Pathologie. Unser \nChristian nahm es gelassen und zeigte ihr, wie ein t\u00fcrkischer \nH\u00fctchenspieler, wie schnell sich F\u00fc\u00dfe im 3\/4 Takt bewegen k\u00f6nnen. \nIrgendwann raffte auch uns die M\u00fcdigkeit dahin und wir begaben uns zu \nBett.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf einmal eine Stimme aus dem Lautsprecher. Meine Augen erblickten \nunseren leicht bekleideten Hoffi wie dieser auf dem Gang stand und der \nLautsprecherstimme lauschte. Ein wenig erinnerte er mich an einen \nNorweger auf einer der letzten Fahrten. Pl\u00f6tzlich alles deutsch:\u201cBitte \nbegeben sie sich in 10 Minuten zum Auto\u201c. Alle sprangen auf, schnappten \nihr Zeug und begaben sich auf schnellsten Weg Richtung Auto. Damit waren\n dann auch die spannensten Momente unser diesj\u00e4hrigen Tour geschildert. \nDer Ritt durch D\u00e4nemark l\u00e4sst sich mit drei Worten schildern:\u201cLang, \nFlach, Sche\u2026\u201c. In Deutschland den zweiten Autohof angefahren und erst \neinmal ein deutsches, g\u00fcnstiges Maisels getrunken. Im \u00fcbrigen war dieses\n inkl. dem zugeh\u00f6rigen Mittagessen immer noch g\u00fcnstiger wie unser \nHafenbier in Oslo. Das dazu. Das war sie die Tour 2012. Bis zum n\u00e4chsten\n Mal. Prost!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 23.05.&nbsp;gegen&nbsp;22:00 Uhr startete unsere diesj\u00e4hrige Norwegentour gen Hitra, dem norwegischen Fisch-Eldorado schlechthin. 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